Kein Glück mit Möhren

[Fragen zu Gemüse]

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Kein Glück mit Möhren

Beitragvon MamaTina74 » 21.05.2006, 15:35

Nun bereits zum zweiten mal habe ich Möhren gesät.
Zwei Sorten von der Marke Kiepenkerl. Die eine ist Purple Haze und die andere Nutri Red.
Schon wieder hab ich das Problem, das der Samen zunächst gut aufläuft und dann nach wenigen Wochen ist nur noch in der Hälfte des Beetes Möhrengrün zu sehen.
Leider kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob die Möhren an sich noch da sind und lediglich das Grün abgefressen wurde (von Schnecken und Raupen) oder ob die Möhren ganz eingegangen sind.
Ich möchte natürlich auch nicht nach ihnen graben, denn sollten sie noch da sein, würde ich sie dadurch kaputt machen.

Hat jemand von Euch Erfahrung im Anbau von Möhren (vielleicht auch die o.g. Sorten)?

Vielleicht hat jemand ja eine Idee, woran es liegen könnte.

Liebe Grüße
Tina
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Kein Glück mit Möhren

Beitragvon Hans13 » 12.10.2006, 20:54

Hallo Tina,
bei den verschieden Sorten von Karotten kommt es nur darauf an, wie Du sie verwenden willst. Zum Einfrosten, sauer einwecken ins Glas, zum sofortigen verzehr oder zur Lagerung in der Wintermiete.
Für die Anpflanzung und die Gedeihung ist das aber egal. Seit vielen Jahren haben wir mit Steckzwiebeln in der Möhrenreihe sehr gute Erfolge erzielen können. Im Abstand von ca. 25-30 cm einfach eine Steckzwiebel in die Saatreihe mit einbringen.
Nach dem Angiesen decke ich das Beet mit dem Karottensamen allerdings mit alten Jutesäcken oder Sackleine ab und halte diese immer feucht bis zur ersten Keimung.
Späteres Verziehen der Karotten versteht sich von selbst.
Mein ganz heißer und wirklich erprobter Tip:
Spate dein Gartenbeet, das für die Karotten vorgesehen ist, zweimal so tief wie der Spaten ist, um. Damit erreichst Du einen extrem lockeren Boden. In einem wirklich guten Jahr hatte ich schon Möhren bis zu 30 cm lang und in diesem Jahr eine mit über 1 kg.
Für zum raspeln als Salat oder für ins Glas ist das sehr praktisch.
Viel Spaß beim ausprobieren.
Gruß
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Beitragvon Parzelle 162 » 09.02.2007, 23:37

Hallo MamaTina74, die Informationen, die du gegeben hast sind leider zu spärlich, um eine zielführende Hilfestellung zu geben. Aber soviel schon mal: Möhren brauchen gaaaanz lockeren Boden! Ein Verschlämmen der Saat/ der gerade aufgelaufenen Pflänzchen kann ein weiterer Grund sein, auch Schnecken, Asseln und sonstiges Getier erfreut sich an frischem Grün. Kämpf weiter, halte durch an der Gartenfront. Gruß, A.
Der Dumme rennt, der Kluge wartet, der Weise geht in den Garten.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. Und die gebe ich gern!
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Beitragvon anfänger » 25.05.2007, 09:04

mosche

bin ein absoluter anfänger was das gemüsepflanzen angeht und mach dieses jahr das zum ersten mal. hab auch keinen großen garten und wollte ein paar sachen nur mal ausprobieren um erfahrungen zu sammeln. ich hab auch ein paar karotten gesetzt. nur das mit dem lockeren boden hab ich natürlich nicht bedacht. jetzt hab ich schon kleine (ca. 4cm) pflänzchen. kann ich die ausgraben und den boden nochmal spaten oder ist das zu spät bzw. gehen die kaputt??? wie tief muss das sein?? sollte ich die karotten düngen und wenn ja mit was?? wieviel karotten kriegt man denn so im schnitt mit einer pflanze?? ab wann sät man die aus?? hab sie erst vor ca. 10 Tagen direkt ins bett gesetzt (also die samen, ohne vorkeimen im gewächshaus-> hab nämlich keins...), kann man die im märz am fensterbrett vorkeimen??

ich weiß sidn viele fragen aber ich bin halt anfänger ;)

wie lange dauert das eigentlich bis man die ernten kann??

letzte frage: braucht man besondere erde?? hab die einfach in garten gesetzt. da wachsen sonst blumen drauf. is das ein problem??
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Beitragvon Hans13 » 25.05.2007, 23:09

Hallo Anfänger,
ja ich schon wieder. Wie du siehst, Garten ist auch meine Leidenschaft.
Also zu deinen Fragen:
Karotten werden direkt ins Freiland gesät. Um schöne, große und dicke Karotten zu bekommen, sollte der Boden schon einigermaßen locker sein. Ein Beispiel bei mir: ich habe sehr schweren Lehmboden. Nun habe ich für das Karottenbeet diesen Bereich zweimal tief umgegraben d.h. zwei Spatentiefen. Sau Arbeit, doch der Erfolg lässt sich immer sehen.
Also bei entsprechendem Boden ganz normal umgraben, glattrechen und Reihen ziehen im Abstand von ca. 30 cm. Beim Reihen ziehen so etwa 2-3 cm tief gehen.
Den Karottensamen sehr vorsichtig und sehr sparsam in diese gezogene Rille, Furche, streuen bzw. rieseln lassen.
Daran denken: jedes Samenkorn gibt eine Karotten.
Die Rille, Furche, Reihe schön wieder mit feiner Erde bedecken und anfeuchten.
Zur Keimung lege ich gerne einen alten Jutesack darauf, denn ich glaube Karotten sind Dunkelkeimer.
Bis die ersten Karotten so etwa 3 cm groß sind, immer schön regelmäßig und mäßig giesen.
Dann beginnt das Verziehen d.h. dein Saatgut ist meist zu dicht aufeinander im Boden und die einzelnen Karotten würden sich beim Wachstum stören. Desshalb entfernt man, zieht sie einfach heraus, die eine oder andere Karotte bis man so einen Abstand von etwa 8 cm hat.

Um dies allerdings zu umgehen, gibt es auch Karotten auf dem Saatband. Dort lese bitte die Handhabung.
Zu den Sorten kann ich dir nur sagen, es gibt die spitze Sorte und die stumpfe. Die stumpfen sind eher für die Wintermiete und zur Lagerung gedacht. Die anderen zum sofortigen verzehr und einfrosten.
Erntezeit ist dann, wenn du meinst die Dinger sind dir groß genug. Es gibt auch Ausnahmen, da hatte ich schon eine mit 30 cm und über ein Pfund schwer.
Bis in den späten Herbst und auch so bis minus 3 Grad können die dann im Boden bleiben.
Mit dem Düngen ist mir nicht klar ob es sich lohnt bei dir eine Bodenprobe machen zu lassen.
Ansonsten gibt es den eigenen Kompost, Stallmist (der allerdings mindesten ein Jahr noch so sitzen muss) oder auch Hornspäne. Für das Spätjahr nach der Ernte säe ich gerne Raps ein. Dieser wird dann im Winter mit untergegraben. So wird mein Boden mit Stickstoff versorgt und das Zeug verfault in der Erde und lockern ungemein auf.
Selbstverständlich auch die große Palette der chemischen Dünger wie Blaukorn, Kalkstickstoff, Kalkamonsalpeter...
Puh. Da war ein langer Roman.
Habe ich was vergessen? Wenn ja einfach wieder melden.
MfG
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Beitragvon anfänger » 26.05.2007, 15:00

hi hans

danke fürdie schnelle antwort. das war schon sher ausführlich und für mich is nun einiges klar. das mit dem verziehen is so ne sache... wirft man die rausgezogenen pflanzen weg?? kann man die auch so rausmachen, dass sie nicht kaputtgehen um sie danach woanders einzupflanzen??

grüße und danke
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Beitragvon Hans13 » 28.05.2007, 21:25

Rausziehen das sie nicht kaputtgehen klapt eigentlich ganz gut. Dein Erdreich sollte aber dazu gut angefeuchtet sein.
Junger Freund, warum denn wegwerfen? Wenn die Dinger so Finger lang sind werden sie kurz gewaschen und verzehrt!!!!!!!
Mhhhhhhh, mit Erbsen schmeckt das sehr lecker und sieht noch dazu verdammt gut aus.
Selbstverständlich auch zu roh essen.
Aber Achtung Hinweis von mir:
Nach dem Verziehen ist es sehr, sehr wichtig, dass du die betroffenen Reihen danach wieder gut anfeuchtest. Also gut giesen und ggf. die Erde etwas andrücken.
Das mit dem Verziehen und woanders einpflanzen habe ich noch nicht probiert. Kann ich mir aber ehrlich gesagt auch nicht so richtig vorstellen denn die Karotte hat gerade an der Spitze sehr, sehr feine Würzelchen. Doch testen kannst du das ja allemal.
MfG
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Beitragvon anfänger » 29.05.2007, 08:29

tach hans

na da wunder ich mich etwas. wenn die pflanzen 3 cm groß sind und man sie verziehen sollte sind doch noch keine karotten finger lang da oder irre ich mich?? ich hab die pflanzen vor zwei wochen eingesät und jetzt hab ich vier cm goße pflanzen. ich wollte sie nun verziehen aber früchte sind da noch keine dran oder??

grüße tim
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Beitragvon Hans13 » 31.05.2007, 20:40

Sorry Tim,
das mit den drei Zentimetern solte natürlich das Gemüse selbst sein und nicht das Grünzeug oben heraus.
Das war ein Miß(t)verständnis von mir.
Kannst du noch einmal verzeihen.
Quatsch. Ich bin ja auch nicht Jesus und weiß alles.
Also, mach´s mal gut.
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